“Einmal kam dieser Junge zu Manfred Eichhorst und wollte wissen, warum das Spiel “Doom 2”…”

“Einmal kam dieser Junge zu Manfred Eichhorst und wollte wissen, warum das Spiel “Doom 2” erst verkauft wurde und dann plötzlich indiziert. Der Junge war 16, er hatte den Ego-Shooter bei einem Freund gespielt, der schon 18 war. Er sah nicht ein, warum sein Freund das Ballerspiel spielen durfte, er aber nicht. Eichhorst hat ihm die Frage ziemlich genau beantwortet. Es ist etwas, womit sich Wenige besser auskennen als er. Seit knapp 20 Jahren arbeitet der Pädagoge, der bis zur Wende als Mathe-Lehrer arbeitete, in einem Ostberliner Jugendtreff. Seit 15 Jahren ist er Gutachter für das Gremium, das über genau diese Frage entscheidet: Wie alt muss jemand sein, der ein bestimmtes Computergame spielt? Es ist eine Frage, die jetzt wieder aufgeregt diskutiert wird – weil auch der Amokläufer von Winnenden einen Egoshooter gespielt haben soll. Eichhorst gehört zu denen, die über diese Frage entscheiden. Er ist Gutachter der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, kurz USK. Alle zwei Monate fährt Eichhorst zu einer USK-Prüfungssitzung, wo er gemeinsam mit drei weiteren Gutachtern aus anderen Bundesländern die Altersfreigabe neuer Spiele festlegt. Alle Gutachter machen das ehrenamtlich, hauptberuflich arbeiten sie mit Kindern und Jugendlichen. Das macht sie zu den Experten, denen die USK vertraut. Denn es gebe keinen Prototypen des 16- oder 18-Jährigen, sagt Eichhorst. “Es ist nicht gesagt, dass jeder 16-Jährige so damit umgeht, wie wir denken.””

Computergames: Spiel mit Grenzen | Frankfurter Rundschau

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Vor einem Jahr
  • 20.07.2017 Keine Beiträge an diesem Tag.


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