FR: Nazifrei

Es war der schönste Moment eines langen, anstrengenden Tages: Als die Nazis um 20 Uhr endlich in ihren Zug stiegen, als sie sich noch einmal die Schmährufe der vielen hundert Gegendemonstranten anhören mussten, als sich dann die Türen schlossen und der Zug abfuhr. Der braune Pöbel hatte Frankfurt verlassen.

Dass er in den Stunden zuvor nur wenig Unheil anrichten konnte, ist vor allem den Bürgern dieser Stadt zu verdanken. Sie haben sich engagiert gegen die NPD gestellt, haben kreativ und auf vielfältige Weise demonstriert. Ob bei der Kundgebung vor dem Römer oder direkt an den Polizeiabsperrungen – Frankfurt einte der Gedanke: In unserer Stadt, der buntesten, internationalsten Stadt Deutschlands, werden Rechtsextreme nicht ohne Widerstand aufmarschieren. Dass bei dem Protest auch Steine flogen, ist bedauerlich. Doch diese Vorfälle können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die allermeisten Menschen friedlich demonstrierten.

Wohltuend unaufgeregt verhielten sich auch die meisten Polizisten. Von übertriebenem Aktionismus war nichts zu sehen. Ob bei der Gleisblockade an der Messe oder den Protesten am Hauptbahnhof. Fast immer schritten die Beamten erst spät ein – und trugen so ihren Teil dazu bei, dass die NPD die Stadt Frankfurt in keiner guten Erinnerung behalten wird.

Von Georg Leppert

[Quelle: fr-online.de/…/lokalnachrichten/]

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Vor einem Jahr
  • 16.07.2017 Keine Beiträge an diesem Tag.


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